1. Einleitung
Plötzlich körperlich Behindert - was nun?
Der Kostendruck im Gesundheitswesen ist enorm hoch, die Einsparmöglichkeiten so gut wie ausgeschöpft, so dass versucht werden muss über effizientere Handlungsabläufe die Kosten zu senken, wo immer möglich. Dem Angehörigen wird dabei eine große Verantwortung übertragen. Durch z.B. vermehrte Kostenübernahme. Ein Mensch, der meist plötzlich durch Krankheit oder Unfall mit einer körperlichen Behinderung konfrontiert wird, ist häufig mit der Entlassung aus dem Krankenhaus überfordert, und steht mit seinen Fragen und Problemen nicht selten alleine da. Oft stellen sich Betroffene und/oder Angehörige Fragen wie z.B.: „Wie soll das jetzt zu Hause funktionieren?“
Von der Gesundheitsministerin wird immer wieder in ihren Reden betont, dass die Patientensouveranität gesteigert werden soll und die Patienten als mündige Bürger sowie als Partner zu sehen sind. Das ist sehr leicht gesagt, stößt aber in der Praxis immer wieder auf Probleme. Manche Patienten sind gar nicht in der Lage die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, aber auch die Leistungsanbieter (z.B. Ärzte) klären nicht immer umfassend auf, so dass Patienten sehr oft enorme Informationsdefizite haben bzgl. dem, was alles machbar ist und wie z.B. Unterstützung beschafft wird.
Je schwerer die körperliche Behinderung des Betroffenen ist, desto komplexer sind die Schwierigkeiten, die es aus dem Weg zu räumen gilt. Bei einem Patienten mit einer Querschnittsymtomatik sind z.B. die baulichen Gegebenheiten von höchster Bedeutung, da sie maßgeblich sind, ob dieser Patient überhaupt in sein zu Hause zurückkehren kann.
Darum ist es wichtig diese Fragen so früh wie möglich zu klären.
Einige Angehörige und Betroffene, die bei der Entlassung aus dem Krankenhaus überfordert waren, sind mit ihren Problemen an Uns , den APO, herangetreten und baten uns um Rat.
Also haben wir uns Gedanken gemacht, wie diese Personen unterstützt werden können, und einen Wegweiser entwickelt, mit dem der Zeitaufwand zur Organisation des Umfeldes und der Pflege minimiert werden kann. Dadurch besteht die Möglichkeit wichtige Dinge und Voraussetzungen im Vorfeld zu klären und der Patient kann in eine, auf seine veränderten Bedürfnisse zugeschnittene, aber trotz allem, gewohnte Umgebung, entlassen werden. Dies vermittelt Betroffenen und Angehörigen mehr Sicherheit.

